Ein Linde Material Handling Mitarbeiter legt während einer Präsentation seine Hand an die Tür und sagt „wir sehen hier eine Lamborghini-Tür“ und drückt den Türgriff. Die Tür schwingt nach oben hin auf. Das, was zunächst so unscheinbar wirkt, nennt sich „Safety Door“ (Sicherheitstür). Dahinter verbirgt sich jedoch eine pfiffige Idee, die recht gut verdeutlicht, wie Linde vorgeht, wenn Kunden nach einer angepassten Lösung suchen. Theoretisch gesehen ist keine Tür spannend, maximal nur für Ingenieure. Könnte man meinen. In der Praxis – habe ich mir sagen lassen – kann eine Staplertür den Fahrern gewaltig auf die Nerven gehen. Am liebsten ist es ihnen nämlich, gar keine zu haben, da sie im Innenbereich ständig ein- und aussteigen müssen! Also der Reihe nach: Eine Tür. Ein Verkaufshit.

Keine Tür ist besser

Wer braucht diese Tür und warum? Ich habe einen Experten dazu befragt, der mir das ausführlich erklären konnte, wie es zur Entwicklung kam.

Nicht alle Kunden benötigen eine Tür für ihre Stapler, gerade wenn die Fahrzeuge hauptsächlich im Innenbereich eingesetzt werden. Es geht wie bereits gesagt um die Fahrer, die häufig aus dem Stapler steigen müssen und dafür liebend gerne auf eine Tür verzichten. Das gilt besonders für sich seitlich öffnende Türen, die regelmäßig mit dem Lagergut oder Mitarbeitern Bekanntschaft machen. Und wenn es an einer Sache in jedem Lager mangelt, dann ist es ausreichender Platz. Es gibt jedoch genauso Kunden, denen Sicherheit zwar wichtig ist, die aber die Kosten für den Einbau herkömmlicher Türenmodelle scheuen. Kosten, Bedienbarkeit, Sicherheit. Was tun, damit die Faktoren für diese Art von Nutzung besser zusammenpassen? Es wäre nicht Linde, wenn man ein Problem lediglich schulterzuckend zur Kenntnis nehmen würde. Soviel habe ich bis dato über Linde gelernt, um das zu wissen. Nachdem sich die Kunden bei Linde über das ungelöste Türenproblem beklagten – wohlgemerkt, wir sprechen über den Einsatz in Innenbereichen -, nahm sich Linde der Sache an.

Die Lösung

Linde schaute sich auf dem Markt um und kam letztlich auf die bekannte Firma Sauermann, die eine sich vertikal öffnende Tür zu einem günstigen Preis im Programm führen. Nach einigen Optimierungen – die Linde Material Handling zusammen mit Sauermann vornahm – hatte Linde die Variante, die alle drei oben genannten Aspekte in der goldenen Mitte vereinte. Schnell und einfach zu öffnen, leicht, stabil, für enge Lagerbereiche geeignet, durch eine leicht geänderte Konturenform auch für größere Mitarbeiter sicher, mit einem weiteren Handgriff bei Bedarf seitlich zu öffnen, zusätzlich mit einem Annäherungssensor für die zu schließende Tür ausgestattet, der wenig fehleranfällig ist (im Fehlerfall wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs limitiert, die Reparatur dauert aber, und solange ist das Fahrzeug nur eingeschränkt nutzbar; genau das wollte Linde vermeiden). Das Safety Door-Modell wird exklusiv für die E14 – E20 Linde-Fahrzeuge vertrieben und sukzessive auch für andere Baureihen angeboten werden. Ich hatte verschiedene Verkäufer gefragt, ob die Tür gut angenommen wird. Die Aussagen waren alle eindeutig: „Die Tür verkauft sich wie geschnitten Brot!“

Schauen wir uns das Ganze im Einzelnen an. Zunächst die geschlossene Fahrertür:

WOMH 2016 - Safety Doors

Mit einem sehr leicht zu erreichenden Öffnungsmechanismus kann die Tür geöffnet werden:

WOMH 2016 - Safety Doors

Die vertikal geöffnete Tür:

WOMH 2016 - Safety Doors

Die Safety Door-Mechanik – die Linde in Kooperation mit Sauermann weiterentwickelt hat – als Video:

Diese Ausstattungsvariante ist für alle Truck-Modelle der Serien E14 – E20 und H14 – H20 ab Sommer sowie für die Modelle H20 – H50 und E20 – E50 Ende des Jahres 2016 verfügbar.