Der neue Roadster ist mit Sicherheit eines der Highlights der World of Material Handling 2016. Der Gabelstapler wurde bereits 2014 als Prototyp vorgestellt, doch nun ist der Roadster verfügbar und kann von Kunden begutachtet werden. Was gibt es zum Roadster zu sagen? Eine ganze Menge!

Die Idee

Beginnen wir bei der Idee. Die entstand vor wenigen Jahren in Zusammenarbeit mit einigen Kunden, deren Fahrer sich explizit ein größeres Sichtfeld für ihre Stapler gewünscht hatten. Typisch für Linde haben sich die Entwickler zusammen mit den Kunden und Produktmanagern an die Arbeit gemacht, das Feedback umzusetzen. Die Idee war bestechend: Was passiert, wenn wir die A-Säule entfernen, im Dach ein Sicherheitsglas oder schmalere Dachstreben einbauen? Das wäre doch genau den Wünschen entsprechend das Richtige? Als Linde ein frühes Entwicklungsmodell bei einem Großkunden auf den Hof stellte, dauerte es nicht lange und die umliegenden Logistikfirmen hatten davon Wind bekommen und wollten unbedingt auch eine Runde mit dem Roadster fahren. Volltreffer! Die Fahrer waren so angetan davon, dass es keinen Zweifel an der Finalisierung des frühen Wurfs mehr geben konnte. Die richtige Richtung war gefunden.

Das finale Produkt

Bis das Produkt marktfähig war, musste es erst einmal in zahlreichen Tests sämtlichen Anforderungen genügen, die was insbesondere die Sicherheit angeht bei Linde stets extrem hoch sind. Kein Wunder, denn die roten Fahrzeuge gelten als der Mercedes unter den Flurförderzeugen, was ich seitens der Gäste der WoMH 2016 schon mehrfach vernommen habe.

Schauen wir uns die Hauptmerkmale an. Wir sehen hier eine übliche Sicht, die sich einem Gabelstaplerfahrer von innen bietet:

WOMH 2016 - Roadster

Der Fahrer hat gerade nach oben hin ein eher eingeschränktes Sichtfeld. Auch der Blick nach vorne wird durch die A-Säulen links und rechts teilweise versperrt. In bestimmten Situationen ist dies natürlich von Nachteil – der tote Winkel kann böse Überraschungen (ver-)bergen.

Betrachten wir hingegen nun die Ansicht, die sich einem Roadster-Fahrer bieten wird:

WOMH 2016 - Der Roadster

Man sieht den Unterschied sofort. Das Sichtfeld nach oben wird durch den Wegfall der Dachstreben völlig freigestellt. In dem Bild ist ein Sicherheitsglas im Dach anstelle der herkömmlichen, breiten Dachstreben eingebaut (das es optional gibt). Was ein unschätzbarer Vorteil ist, wie ein erfahrener Fahrer mir gegenüber explizit betonte, der auch hier zu Gast war: „Jung, das ist einfach nur der Hammer!

Da durch den Wegfall der A-Säulen das Blickfeld auch zu den Seiten ebenfalls vergrößert wird, kann der Fahrer in gegebenen Situationen weitaus sicherer und besser manövrieren. Übrigens, besagter Fahrer verriet mir, dass er die Panzerglasscheibe nicht nur im Dachbereich, sondern auch an der Frontseite sehr schätzt. Denn bereits nach wenigen Stunden stört der Fahrtwind die Augen des Fahrers empfindlich. Die Frontsicherheitsscheibe trägt demnach nicht nur zur passiven Unfallsicherheit bei, sondern auch generell zur situativen Fahrsicherheit des Fahrers und seines Umfeldes.

Schauen wir uns das aus Sicht des Fahrers von innen per Video an, indem wir den Blick des Fahrers simulieren:

Wie sieht der Roadster von außen aus?

WOMH 2016 - Roadster

Der Roadster wird als E20 R – E35 R verkauft, der Verkaufsstart ist mit Beginn der World of Material Handling 2016 bereits erfolgt.