Das war es! Über 7.000 Gäste aus rund 50 Ländern, vor allem Kunden aber auch Händler, Geschäftspartner und Mitarbeiter, haben vom 9. bis 25. Mai die zweite World of Material Handling besucht. Unter dem Motto „linked perspectives“ zeigte Linde vier zusammenhängende Themenfelder: Automatisierung, Individualisierung, Vernetzung und Energiesysteme. Es war eine Art Leitfaden für die Besucher, der ihnen Orientierung für zukünftige Herausforderungen mit Blick auf die Bewerkstelligung der Materialflüsse im Lager, in der Produktion und darüber hinaus bot.

Warum hatte Linde das so aufgezogen? Was hatten die Gäste davon?

Nein, Linde verkauft nicht einfach nur Gabelstapler. Sie müssen und wollen mit der Zeit gehen. Es wäre einfach gewesen, neue Produkte aufzustellen und neue Services zu präsentieren: „Da, seht her, was wir Tolles bieten, kauft!“. So wie wir es von Messen kennen. Jeder Hersteller bietet seine Waren feil, die Musikboxen dröhnen, die Kunden sollen positiv gestimmt werden. Irgendwie muten solche Konzepte mir persönlich veraltet an. In einer Zeit, die sich durch eine immer stärker zunehmende Vernetzung der Wirtschaft auszeichnet, globale Warenströme immer arbeitsteiliger gelenkt werden, moderne Kommunikationssysteme den Abstand zwischen Kunden und Unternehmen drastisch verkürzen, Entwicklungszyklen immer kürzer werden, kann es sich ein Marktführer nicht mehr leisten, auf herkömmliche Konzepte zu setzen.

Die Kunden haben Fragen. Die sich eben nicht in dem besagten „da, schau her, unser Stapler“ erschließen. Natürlich gibt es sie noch, Kunden mit einfachen Anforderungen. Natürlich gibt es auf der anderen Seite immer mehr Kunden, die wissen müssen und wissen wollen, wie sie sich in der nahen Zukunft ausrichten sollen. Sie können sich teilweise weder eine Strategieabteilung leisten, noch haben sie Zeit für Marktforschungen. Ein Format wie die World of Material Handling geht auf die Anforderungen beider Seiten ein.

Es ist daher nur eine logische Schlussfolgerung, dass Linde vorausdenkt. Wenn nicht Linde, wer dann? Linde sieht sich verantwortlich für seine Kunden, damit sie optimale Lösungen erhalten, die eben nicht in fünf Jahren veraltet sind. Denke wir beispielsweise an OptiPick. Sollen etwa alle Kunden immer noch mit manuellen Flurförderfahrzeugen die Lager befahren? Welch‘ eine altertümliche Vorstellung! Oder soll der junge Nachfolger in vierter Generation im Jahre 2018 immer noch rätseln, wo sich seine Fahrzeuge befinden, um eingehende Aufträge zu bearbeiten? Keine Ortungsfähigkeit im 21. Jahrhundert? Wozu hat Linde die Mutter aller modernen Logistik-Systeme vorgestellt?

Es geht eben um all die künftigen Fragen. Die Wirtschaft bleibt niemals stehen. Wer denkt, dass er mal eben so 20 Jahre abwarten kann, bis der Sturm der Digitalisierung an ihm vorbeizieht, wird das Feld dem Wettbewerb überlassen.

Florian Heydenreich hatte es in seinem Vortrag „Starre Strukturen aufbrechen – Veränderungen und Treiber in der Intralogistik“ sehr deutlich aufgezeigt: „Intelligente Lösungen, z.B. intelligente zukünftige Fabriken, zeichnen sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz, ergonomische Gestaltung sowie die Integration von Kunden und Partnern aus. Argumente, welche für flexible Abläufe in Wertströmen sprechen.“ Man kann die Augen davor verschließen und weiterhin tradierten Lagerpfaden folgen oder sich der Zukunft stellen. Und genau das tat Linde und bot den Gästen entscheidende Ausblicke an.

Wer nur Produkte sehen will, dem wird eine gewöhnliche Messe reichen. Wer noch in 20 Jahren ein Logistik-Unternehmen führen möchte, dem sei das Konzept von Linde wärmstens empfohlen. Besser geht es nicht mehr!

Wer ist Linde?

Das kann ich nach den drei Wochen World of Material Handling sagen: Ich habe bisher so gut wie keine Firma in meinen 49 Jahren erlebt, die dermaßen mit und für den Kunden denkt. Das „Amt für Gabelstapler“? Nein, ein Amt wäre zu langsam. Der Begriff passt nicht. Die Art der Qualitätsdenke – Dinge bis zur letzten Schraube zu durchdenken und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, bis es glänzt – verlangt Einsatz.

Großen Einsatz zeigte während der WoMH das gesamte Team vor Ort. An dieser Stelle vielen Dank an alle Unterstützer!

Das Stand- und Orgapersonal der WoMH 2016

Die Heinzelmännchen-Branche – auf ein persönliches Wort

Wer bringt uns das Essen? Wer versorgt uns mit Kleidung? Wo kommen all die Güter her, die wir tagtäglich nutzen? Teilweise bestellen wir sie heute und wenige Stunden später klingelt es an der Haustür. Für uns Endverbraucher ist die Welt der Logistik ein Buch mit sieben Siegeln. Wir sehen sie nie, wir wissen nichts über sie. Dennoch ist sie immer da, wenn auch unsichtbar. Kennen sie jemanden, der mal „Danke, dass ihr euren Job macht!“ gesagt hat? Warum eigentlich nicht? Ohne die Heinzelmännchen würde die Welt stillstehen. So einfach diese Tatsache auch ist, so schnell wird sie vergessen. Also, ein großes Dankeschön stellvertretend für die vielen Menschen da draußen, die auch heute ins Regal greifen werden, was die Logistik herbeigezaubert hat!