Die World of Material Handling 2016 ist erfolgreich gestartet und bietet den 6.000 erwarteten Gästen aus aller Welt eine Hülle und Fülle an Informationsmöglichkeiten, sich auf den aktuellsten Stand der intralogistischen Herausforderungen zu bringen. Linde Material Handling hat hierzu vier zentrale Trends erkannt – Automatisierung, Vernetzung, Individualisierung und Energiesysteme – auf die unter dem Motto „linked perspectives“ während dem Event ausführlich eingegangen wird. Wie Linde darauf kommt? Die Antwort ist fast schon zu einfach: Kundennähe!

Kundennähe nur eine Phrase?

Man spürt und merkt es förmlich in allen Gesprächen mit den Mitarbeitern, die mir bis jetzt während dem Event begegnet sind. Sie leben diese Kundennähe, wie ich es bisher bei kaum einer anderen Firmen erlebt habe. Viele Unternehmen schreiben sich Kundennähe in die eigenen Prospekte, aber wie viele leben das wirklich? Wären alle Firmen so, gäbe es viel weniger schlechte Produkte und miese Services. Ohne Kundennähe versteht ein Unternehmen weder gute Produkte auf die Beine zu stellen noch mit der Zeit und den Kunden mitzugehen. Es ist wohl kein Zufall, aber ich habe es in den Gesprächen mit den Gästen nicht nur einmal gehört: „Linde ist das Amt für Gabelstapler!“ und das darf gerne als höchste Auszeichnung verstanden werden, stellvertretend für die Detailliebe und Qualitätsansprüche, die man hier bei der Umsetzung an den Tag legt. Im Ausland sagt man dazu wohl „made in Germany„.

Andreas Krinninger zur Kundennähe

Diese Kundennähe bestätigte Andreas Krinninger (CEO Linde Material Handling) explizit, indem er die zahlreichen Gäste mit den Worten begrüßte: „Unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre Performance im Material Handling zu optimieren, ist unsere höchste Priorität! Unser Ziel ist es, das Unternehmen zu sein, das die Herausforderungen seiner Kunden bei der Steuerung ihrer Materialflüsse am besten versteht und die Potenziale erkennt, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern.“

Zu den vier Trends – Automatisierung, Vernetzung, Individualisierung und Energiesysteme – äußerte er sich wie folgt: „Diese vier Trends versprechen starke Wachstumsimpulse für den Intralogistiksektor. Die vier Trends werden die künftige Entwicklung unseres Angebot ganz wesentlich bestimmen. Wir müssen einen breiten Ansatz verfolgen, um unseren Kunden zu helfen, ihre immer komplexer werdenden Prozessketten zu optimieren.“

Was bedeuten die vier Trends konkret?

Christophe Lautray, Chief Sales Officer bei Linde Material Handling hat sie den Gästen ausführlicher erläutert. Fassen wir sie hier zusammen:

Visitors at linde womh 2016

Vernetzung

Der Schlüssel zur Effizienzsteigerung ist nicht mehr allein das Fahrzeug selbst, sondern die Einbindung in die Prozesse. Ausgehend von einer steigenden Zahl an Sensoren und Kommunikationssystemen wird die Welt der Intralogistik immer mehr zu einem durchgängigen, betrieblichen System. Man kann es sogar als eine Art von Betriebssystem verstehen. Unabhängig welche Maschine betrieben werden, unabhängig davon welche Software eingesetzt wird, das Betriebssystem sorgt für eine Verbindung aller Bestandteile.

Automatisierung

Mit dem stetig wachsenden Angebot an autonom fahrenden und hebenden Flurförderzeugen geht ein deutlicher Paradigmenwechsel einher: Die Grenzen zwischen manuell und vollautomatisch weichen mehr und mehr auf. Mehr noch, der Begriff der „smart factory“ deutet bereits an, wohin die Reise gehen wird. Automatisierte Fahrzeuge kommunizieren nicht nur mit WMS- und ERP-Systemen, sondern mit anderen Geräten, Rollbahnen, Toren sowie Maschinen und Anlagen.

Enregiesysteme

Knapper werdende Ressourcen, strengere Emissionsvorschriften sowie steigende Ansprüche an Nachhaltigkeit und Effizienz führen letztlich zu alternativen Energiesystemen. Schon heute setzen Kunden wie BMW auf Brennstoffzellen und Lithium-Ionen betriebene Fahrzeuge, um im gesamten Produktionsprozess das Gebot der Nachhaltigkeit in die Praxis umzusetzen. Das Thema Alternativen zur Bleisäure-Batterie wird bei immer mehr Kunden nachgefragt. Die Lithium-Ionen Technik wird hierbei in absehbarer Zeit einen markanten Anteil am Fahrzeugbestand aufweisen.

Individualisierung

Der wachsende E-Commerce Markt sorgt dafür, dass Losgrößen stetig kleiner werden und sich zugleich die Anforderungen an Kommissionierung und Warenumschlag grundlegend ändern. Damit steigt der Bedarf nach einer wachsenden Zahl an Varianten, Optionen und individuell gefertigten Produkten, um bei einer Steigerung von Effizienz, größerer Sicherheit und sinkenden Kosten im Wettbewerb Schritt halten zu können.

Und nun?

So! Jetzt haben wir vier große Trends kennengelernt. Aber was heißt das konkret für die betriebliche Praxis? Theorie hin, Theorie her, so stimmig das Bild auch sein mag. Ich werde während dem Event auf alle vier Bereiche mit zahlreichen Anwendungsbeispielen eingehen, aber auch die Gäste – ob Kunden, Experten oder Partner – dazu befragen, um es so lebendig und greifbar wie nur möglich zu gestalten.